Peter Hepp

Jemand, der seine Hör- und Sehfähigkeit teilweise oder ganz verliert wird dadurch schwer traumatisiert. Er wird völlig aus den bisherigen Bahnen seines Lebens geworfen. Seine Angehörigen und Freunde sind durch die Situation überfordert und wissen meist nicht, wie es weitergehen soll. Diese Not trifft junge Menschen und viele Menschen im Alter.
Schwieriger noch und gravierender ist es, wenn ein tauber Mensch erblindet und ein blinder Mensch ertaubt. Für ihn bedeutet der Ausfall des bisher intakten Sinnes den totalen Verlust von Kommunikation, Beziehung und der Möglichkeit, seine Umwelt zu erfahren und zu gestalten. Ohne intensive Hilfe, ohne Betreuung und Begleitung können davon Betroffene mit ihrem Leben und ihrer Not nicht zurecht kommen.
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will bei dieser Not nicht abseits stehen und hat nach guten Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen und der Arbeit von "Selbstbetroffenen für Betroffene" dafür einen seelsorgerlichen und lebenspraktischen Dienst eingerichtet und Herrn Peter Hepp als Seelsorger und Berater für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit und ihre Angehörigen angestellt.
Peter Hepp ist von Geburt an taub und als Erwachsener aufgrund der Augenkrankheit "Usher-Syndrom" fast erblindet. Im Bereich des Gehörlosen- und Blindenwesens ist er durch ehrenamtliche Tätigkeiten für andere Betroffene bekannt. Er hält Vorträge bei Kommunikationsforen, in Fachhochschulen und Einrichtungen und veröffentlicht Artikel in Fachzeitschriften. Viele Betroffene, die ihn kennen, schätzen seinen Rat, seine Seelsorge und Hilfe.
Menschen, die durch Hör- und Sehbehinderung betroffen sind, sowie ihre Angehörigen können seinen seelsorgerlichen Dienst und seine lebenspraktische Begleitung in Anspruch nehmen. Peter Hepp beherrscht Kommunikationsformen zum direkten Kommunizieren mit Betroffenen. Falls nötig, wird eine Dolmetscherin hinzugezogen. Alles wird vertraulich geregelt.

Zur Person

Diakon Peter Hepp (Jahrgang 1961), verheiratet, zwei Kinder, Diakonenweihe 2003. Er ist taub geboren und später erblindet (nicht vollblind). Ehemaliger Schüler der Schule für Hörgeschädigte St. Josef in Schwäbisch Gmünd. Zwei ausgebildete und ausgeübte Berufe: Maschinenschlosser und Korbflechtgestalter.
Seit September 2002 ist er hauptamtlich als Seelsorger für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit in der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig.

letzte Änderung - 17 February 2012